Hier finden Sie eine Datenbank aktueller Forschungsvorhaben (Dissertationen, Habilitationen und Projekte) im Bereich der Katholischen Theologie. Sie wird auf direktem Weg durch die am Portal beteiligten Institutionen ständig erweitert und ergänzt. 

In der Datenbank können Sie sich durch die Eingabe von Suchkriterien über die Suchfunktion orientieren. Sie können sich zusätzlich auch die Datensätze nach den Disziplinen der Katholischen Theologie sortiert anzeigen lassen.
 



mediatio participata - teilhabende Mittlerschaft
Fach:
Fundamentaltheologie

Autor:
Sabine-Maria Kuchta

Anschrift:
Nordhäuser Str. 63
99089 Erfurt
Kurzdarstellung: Typ der Arbeit:
Dissertation

Institution:
Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt



Postmoderne Beliebigkeit? Zur Diskussion um das Wahrheitsverständnis in Philosophie, Theologie und Kirche
Fach:
Fundamentaltheologie

Autor:
Patrick Becker

Anschrift:
Theaterplatz 14
52062 Aachen
Kurzdarstellung:

Die Arbeit geht von der Beobachtung aus, dass in innerkirchlichen Debatten eine Art Lagerbildung zwischen einer reaktionären, hierarchisch denkenden Seite und einer liberalen, säkular orientierten Denkweise stattfindet, deren Kern die Arbeit am unterschiedlichen Wahrheitsverständnis festmachen möchte. Bezeichnender Weise werden auch in der philosophischen Debatte um das Wahrheitsverständnis heute von vielen Autoren zwei Grundoptionen benannt, die sich auf die kirchliche Situation anwenden lassen: Simon Blackburn bezeichnet die eine als ‚relativistisch‘ und die andere als ‚absolutistisch‘.

Die Arbeit zeichnet diese beiden Grundoptionen im Verlauf der Philosophiegeschichte nach und kommt dabei zum Ergebnis, dass in der Antike zwar beide Positionen Vertreter gefunden haben, sich die ‚absolutistische‘ jedoch im Gefolge Platons durchgesetzt und im Mittelalter überwiegend rezipiert wurde. In der Neuzeit veränderten sich die Plausibilitäten, sodass heute die ‚relativistische‘ Position nahezu unangefochten vertreten wird. Dies führt zu einigen bemerkenswerten Konsequenzen: Vertreter der reaktionären Kirchenseite berufen sich auf spätantik-mittelalterliche Philosophen, die sie mitunter überspitzt ‚absolutistisch‘ interpretieren, während diese Philosophen in der nicht-kirchlichen Debatte nahezu keine Rolle spielen. Die Folge sind oftmals Verständnisprobleme und daraus folgend Auseinandersetzungen, die an der Sache vorbeigehen.

Die Arbeit will daher zum einen beide Seiten in ihrer Logik nachvollziehen und so Vorurteile beseitigen: So treffen weder der Beliebigkeits-Vorwurf auf die ‚relativistische‘ Seite noch der Fundamentalismus-Vorwurf auf die ‚absolutistische‘ Position zu. Zugleich soll am Ende der grundlegende Vorbehalt, dass die ‚relativistische‘ Position nicht christlich sei, entkräftet werden und somit die Nähe ‚relativistischer‘ Philosophie zum Christentum aufgezeigt werden. Damit soll am Ende ein Plädoyer für ein (post-)modern anschlussfähiges Christentum stehen, das das der (Post-)Moderne inhärente ‚relativistische‘ Wahrheitsverständnis teilt.

Die Vorgehensweise der Arbeit ist in weiten Teilen philosophiegeschichtlich geprägt und zeichnet die Debatte um das Wahrheitsverständnis in der Antike, dem Mittelalter und der (Post-)Moderne nach. Der Rahmen ist theologisch vorgegeben: So soll die Wahrheitsfrage anhand biblischer Motivik und Methodik sowie trinitarischer Konzepte christlich eingebettet und verankert sein. Soziologische Hinweise sollen den Gesellschaftsbezug und die kirchliche Relevanz des Themas belegen.

Typ der Arbeit:
Habilitation

Institution:
Institut für Theologie
RWTH Aachen

Angestrebter Abschlusstermin:
31.03.2016
Probleme einer christlichen Familiensemantik
Fach:
Fundamentaltheologie

Autor:
PD Dr. Bernhard Fresacher

Anschrift:
Gibraltarstrasse 3
CH-6003 Luzern
Kurzdarstellung:


Ziel ist es, Studien zum Familienbild der katholischen Kirche einerseits und zur Selbstbeschreibung der katholischen Kirche als Familie andererseits anzustellen und in einen Zusammenhang zu bringen, aus dem neue Erkenntnisse für das Verhältnis von Religion und Familie zu gewinnen sind.

Typ der Arbeit:
Projekt

Institution:
Theologische Fakultät der Universität Luzern

Religiöse Überbietungskämpfe und Deutungsmachtkonflikte im globalen Feld des Salafismus: Eine vergleichende Untersuchung salafistischer Überzeugungen zwischen Deutschland und Marokko
Fach:
Fundamentaltheologie

Autor:
Patrick Becker

Anschrift:
Theaterplatz 14
52062 Aachen
http://www.kt.rwth-aachen.de/forschung/salafismus/
Kurzdarstellung:

Das Phänomen religiöser und theologischer Überbietung, das primär im übertriebenen Wettstreit religiöser Praktiken und theologischer Auffassungen seinen Ausdruck findet, wird unter muslimischen Theologen bereits thematisiert und kontrovers diskutiert. Es fehlt jedoch eine fundierte Analyse seiner destruktiven individuellen, sozialen und religiösen Folgen. Auch findet es in der sozialwissenschaftlichen vergleichenden Forschung über den Islam kaum Beachtung. Das Projekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert und auf vier Jahre angelegt ist, wird sich diesem komplexen Phänomen soziologisch in zwei Phasen annähern:

In der ersten Phase werden am Beispiel Deutschland und Marokko religiöse Überbietungs- und Deutungsmachtkämpfe, die salafistische Kreise auszeichnen und hinter ihrer Radikalisierung vermutet werden können, kontextbezogen und vergleichend analysiert. Entlang von vier Themenfeldern, a) theologische Diskurse und Debatten; b) religiöse Biographien und Autoritäten; c) religiöse Organisationen und Netzwerke; d) globale/lokale Ereignisse und Konflikte soll das Phänomen diskursanalytisch untersucht werden. Die Auswahl dieser Themenfelder soll der Frage nach der Bedeutung von Religion/Religiosität bei der Wahl der Radikalisierungsoption in Überbietungsprozessen einerseits und dem transnationalen Charakter des Überbietungsgeschehens im Salafismus anderseits gerecht werden. Mit Hilfe der ersten drei Themenfelder sollen Diskurstechniken radikal-religiöser Sinnbildung, (Selbst-)Autorisierung und Institutionalisierung sowie Organisation und Verbreitung untersucht und danach befragt werden, wie das Phänomen religiöser Überbietung sich lokal reproduziert, transnational zirkuliert und Resonanz erzeugt, gelingt oder scheitert. Das vierte Themenfeld richtet den Fokus vornehmlich darauf, warum bestimmte (nicht-religiöse) globale Ereignisse in Konflikten münden, in denen die Sprache der Auseinandersetzung religiös wird und warum sich Religion dabei als Gegenstand politischer Auseinandersetzungen etablieren kann. Das Phänomen der Überbietung soll also diskursanalytisch angegangen werden, indem religiöse Überbietungsmuster im Salafismus erfasst und nach ihrer Steigerungs- und Verschärfungsdynamik in bestimmten Konfliktsituationen untersucht werden: So werden salafistische Überzeugungen, Begründungen, Deutungsmachtkämpfe, Rechtfertigungsnarrative, Nachahmungspraktiken usw. in ihrer Eigenrationalität und Eigendynamik kenntlich, ohne die gesellschaftlichen Bedingungen zu unterschätzen, die sie zeitweise begünstigen. Indem salafistische Sinnmuster zu externen konflikthaften Bedingungen der Diskurse in Beziehung gesetzt werden, wird ihre Möglichkeit bzw. Anschlussfähigkeit in Relation zu bestimmten gesellschaftlichen Ereignissen/Konflikten offengelegt. Dadurch wird es möglich, empirisch aufzuzeigen, wie die religiösen Ideologien des Salafismus unter bestimmten Bedingungen entstehen, zeitlich persistieren und sozial attraktiv werden.

In der zweiten Phase sollen die Forschungsergebnisse genutzt werden, um bestehende Maßnahmen gegen den radikalen Salafismus in Deutschland auszuwerten bzw. neue zu generieren. Hier trägt der Vergleich mit Marokko, da sich das Land in der Auseinandersetzung mit dem radikalen Salafismus in einer parallelisierbaren Lage befindet. In Zusammenarbeit mit der Stadt Aachen, dem NRW-Netzwerk CoRE, religiösen Gemeinden und staatlichen Stellen sollen vorhandene Ansätze evaluiert und neue erarbeitet werden. Leitend ist dabei, lokale Präventionskulturen gegen religiöse Radikalisierung zu etablieren, die transreligiöse und translokale Ursachen berücksichtigen.

Projektleiter: Youssef Dennaoui
Laufzeit: 10.2020-09.2024 (4 Jahre)
Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Förderlinie “Gesellschaftliche Ursachen und Wirkungen des radikalen Islam in Deutschland und Europa”

Typ der Arbeit:
Projekt

Institution:
Institut für katholische Theologie der RWTH Aachen University
Angestrebter Abschlusstermin:
30.09.2024
Renegotiating the Sacred: A Search towards a New Way of Understanding the Filipino Concept of God in the light of Charles Hartshome's Process Philosophy
Fach:
Fundamentaltheologie

Autor:
Kenneth Centeno

Anschrift:
Theaterplatz 14
52062 Aachen
Kurzdarstellung:

Die Arbeit hat das Anliegen, die philippinische Religiosität und damit einen wirkmächtigen Aspekt der philippinischen Kultur im Wandel der letzten Jahrhunderte zu analysieren und auf dieser Basis einen zukunftsfähigen Vorschlag in der aktuellen Debatte um das philippinische Selbstverständnis vorzulegen.

Typ der Arbeit:
Dissertation

Institution:
RWTH Aachen
Institut für katholische Theologie

Angestrebter Abschlusstermin:
31.12.2020