Hier finden Sie eine Datenbank aktueller Forschungsvorhaben (Dissertationen, Habilitationen und Projekte) im Bereich der Katholischen Theologie. Sie wird auf direktem Weg durch die am Portal beteiligten Institutionen ständig erweitert und ergänzt. 

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Die Geschichte der kirchlichen Heimerziehung in der frühen Bundesrepublik Deutschland (1949-1972)
Fach:
Kirchengeschichte

Autor:
Prof. Dr. Wilhelm Damberg

Anschrift:
Ruhr-Universität Bochum
Katholisch-Theologische Fakultät
Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit
Universitätsstr. 150, GA 6/142
D-44780 Bochum
Kurzdarstellung:


Es dürfte kaum einen anderen Bereich der Wohlfahrtspflege geben, der so heftig umstritten ist wie die Heimerziehung. Seit dem Juli 2008 befasst sich ein Forschungsprojekt an der Ruhr-Universität Bochum mit der Geschichte der evangelischen wie der katholischen Heimfürsorge in den fünfziger und sechziger Jahren. Dabei geht es vor dem Hintergrund der lauter werdenden Vorwürfe der ehemaligen Heimkinder um die historische Einordnung der angeprangerten Zustände in den Heimen, um die Programme und die Praxis der Heimerziehung. Das Projekt wird gefördert vom Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland, dem Deutschen Caritasverband, der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Deutschen Bischofskonferenz und der Deutschen Ordensobernkonferenz.

Typ der Arbeit:
Projekt

Institution:
Ruhr-Universität Bochum
Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit


Flüchtlinge und Vertriebene zwischen Ankunft und Integration. Territoriale, theologische und soziale Beheimatungskonzepte im östlichen Teil des Bistums Fulda 1945-1955.
Fach:
Kirchengeschichte

Autor:
Dr. Torsten W. Müller

Anschrift:
Nordhäuser Str. 63
99089 Erfurt
Kurzdarstellung:


Das Dissertationsprojekt geht der Frage nach, wie die katholische Kirche auf den sich aus den Migrationsbewegungen in Folge des Zweiten Weltkrieges ergebenden Anstieg der Katholikenzahl im östlichen Teil der Diözese Fulda reagierte.
Tausende katholische Flüchtlinge gelangten in den seit Juli 1945 von der Sowjetarmee besetzten Teil des Bistums Fulda, der seit der Reformation protestantisch geprägt war. Durch diesen Zuzug von Katholiken in die einstigen Diasporaregionen Mitteldeutschlands änderte sich das Profil der katholischen Kirche in Thüringen grundlegend und wurde in besonderem Maße von den Flüchtlingen geprägt. Territoriale, theologische und soziale Beheimatungskonzepte und deren Umsetzungen werden in dieser Studie im Mittelpunkt stehen.

Typ der Arbeit:
Dissertation

Institution:
Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt

Katholische Krankenhäuser im Ruhrgebiet im langen 19. Jahrhundert – Entstehung und Aufbau eines Sozialnetzwerkes
Fach:
Kirchengeschichte

Autor:
Prof. Dr. Wilhelm Damberg

Anschrift:
Ruhr-Universität Bochum
Katholisch-Theologische Fakultät
Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit
Universitätsstr. 150, GA 6/142
D-44780 Bochum
Kurzdarstellung:


Mit der Entstehung des Ruhrgebiets als urbaner und schwerindustrieller Region entstand ein katholisches caritatives Selbsthilfe-Netzwerk, dessen tragende Säulen die oft aus kleinsten Anfängen entstehenden Krankenhäuser waren. Zu fragen ist, wie die Krankenhäuser in die örtlichen sozial- und konfessionsstrukturellen Besonderheiten verflochten waren. Dabei ist gerade auch mit Blick auf das Thema „Essen – Kulturhauptstadt Europa 2010“ zu berücksichtigen, dass das Ruhrgebiet anders als im übrigen Deutschland an vielen Orten durch eine Bevölkerung gemischtkonfessioneller und multinationaler Herkunft geprägt war und die katholischen Krankenhäuser deshalb oft zugleich auf ein konfessionelles Miteinander oder aber auch Gegeneinander ausgerichtet waren.

Typ der Arbeit:
Projekt

Institution:
Ruhr-Universität Bochum
Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit


Minderheit-Migration-Mission. Katholizismus in den thüringischen Kleinstaaten im 19. Jahrhundert.
Fach:
Kirchengeschichte

Autor:
Martin Gebhardt

Anschrift:
Nordhäuser Str. 63
99089 Erfurt
Kurzdarstellung: Typ der Arbeit:
Dissertation

Institution:
Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt

Origenes und der Ursprung der Freiheitsmetaphysik. Platonische Ethik und Theologie in der Kaiserzeit
Fach:
Kirchengeschichte

Autor:
Christian Hengstermann

Anschrift:
Johannisstraße 8-10
48143 Münster
Kurzdarstellung:


Origenes steht am Anfang einer christlichen Philosophie, die Glaubensüberzeugung und kirchliche Lehre auf dem Niveau der philosophischen Debatten ihrer Zeit argumentativ entfaltet. Zentraler Begriff der origeneischen Synthese von Vernunft und Glauben ist die Freiheit. Als bestimmendes Moment im kosmischen Drama von gefallenem Menschen, beseelter Welt und providentiell lenkendem Gott ist sie der Mittelpunkt der Kosmologie und Geschichtsphilosophie des Alexandriners. Dabei ist der von Origenes geradezu zur Quintessenz der biblischen Botschaft und Mitte christlicher Existenz erklärte Freiheitsbegriff nicht zuletzt Ergebnis einer produktiven Aneignung der um die Zeitenwende wieder entdeckten platonischen Philosophie, die der Christ Origenes in etwa zeitgleich zu Plotin auf paganer Seite im Sinne einer umfassenden Metaphysik der Freiheit rezipiert und vollendet. In der vorliegenden Arbeit werden die Ursprünge der Freiheitsmetaphysik im Mittel- und Neuplatonismus der römischen Kaiserzeit nachgezeichnet, der angesichts der Bedeutung, wie sie dem Freiheitsgedanken gerade in der Neuzeit zukommt, noch immer einige systematische Relevanz für eine christliche Philosophie des bewussten Lebens zukommt.

 

Typ der Arbeit:
Dissertation

Institution:
Seminar für Alte Kirchengeschichte
Kath.-Theol. FAkultät der WWU Münster